Ora et labora – Das Unternehmen Pöppelmann

punktfilm Anna Ditges, 2011

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Synopsis

Der Mittelstand gilt als Garant für Stabilität und Zukunft. Doch die Unternehmen selbst werden nicht an der Börse gehandelt, sind nicht in den Medien präsent und halten ihr Geschäftsgebaren im kleinen Kreis der Eingeweihten.

„ORA ET LABORA – Das Unternehmen Pöppelmann“ porträtiert einen der vielen Mittelständler Deutschlands. Stellvertretend und persönlich zugleich erzählt der Film die von Erfolgen und Rückschlägen geprägte Geschichte des Unternehmens Pöppelmann: vom unermüdlichen Einsatz der Gründerfamilie während der Wirtschaftswunderjahre und vom Glauben an Gott, der den Alltag im Betrieb bis heute bestimmt.

Weihwasser auf Kunststoffspritzgussmaschinen, Allheilmittel aus der Apotheke Gottes, Fastenkuren und Vaterunser für die Führungskräfte... – „ORA ET LABORA – Das Unternehmen Pöppelmann“ ist ein ungewöhnlicher Dokumentarfilm über einen ungewöhnlichen Familienbetrieb. In eindringlichen Bildern und Gesprächen eröffnet Anna Ditges Einblicke in den Alltag und das Selbstverständnis der Menschen, die sich dem katholischen Unternehmen Pöppelmann verpflichtet haben. Dabei wird deutlich: Für den Erfolg ihrer Firma hat die Gründerfamilie einen hohen Preis bezahlt.

Pressestimmen

Nie wirkt ›Ora et labora‹ anbiedernd, obwohl oder gerade weil er ungeheuer intime Aussagen transportiert. Stattdessen durchdringt den Film das Erstaunen der ersten Begegnung.
Konstantin Adamopoulos, Kunstjournalist und Kurator, über „Ora et labora“

Hintergründe

„Als Filmemacherin reizte mich die Idee, einen Dokumentarfilm über ein komplexes, mir unvertrautes System wie ein Unternehmen zu machen. Die Herausforderung lag zunächst darin, einen Zugang zu finden – emotional, thematisch, künstlerisch. Während meiner ersten Recherchebesuche bei Pöppelmann habe ich den Menschen dort die Frage gestellt: Was macht gerade dieses Unternehmen zu etwas Besonderem? Die Antwort lautete immer wieder: Der Pöppelmann-Geist. Tatsächlich sind die beiden verstorbenen Gründer, Josef und Gertrud Pöppelmann, im Unternehmen lebendig geblieben. Es erschien mir, als sei ihre Gegenwart überall spürbar: in den Büros, auf den Fluren, in den Hallen, sogar in jeder einzelnen Maschine. Ich begann, mich mit der Lebensgeschichte des Ehepaares Pöppelmann zu beschäftigen. Dabei bin ich bald auf einen wunden Punkt gestoßen: den Freitod Josef Pöppelmanns. Ich habe versucht, dieses traurige Kapitel der Familiengeschichte behutsam und respektvoll aufzuarbeiten.“ (Anna Ditges)

Crew

Buch & Regie:
Anna Ditges
Kamera:
Stefanie Gartmann
Schnitt:
Anna Ditges
Schnittassistenz:
Caroline Cochius
2. Schnittassistenz:
Isabelle Wilhelm
Sounddesign:
Roland Platz
Grafikdesign:
Eva Weissenberg
Farbkorrektur:
Ulrich Esser
Aufnahmeleitung:
Doris Böckmann
Redaktionelle Mitarbeit:
Tanja Weber
Trailer:
Gunar Wardenbach und Bernd Pick
Bonusfilm:
„AUF NACH ROM“ | Musik: Heiko Mlodystach, spektralfabrik
Dank an:
Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Firma Pöppelmann, Familie Pöppelmann

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